Meine Literatur

Berachtungen eines Badegastes

ISBN 978-3-7322-8339-2

Druckausabe 17,90 €, E-Book 11,99

Vorwort

  Der Anlass über das Meer, die See zu schreiben, war ein ganz nichtiger. Eine gute Freundin, die uns bereits an der See schon öfter besucht hatte, hält die See für langweilig. Sie fährt lieber in die Berge oder in die Toskana. Obgleich ich die Berge nicht gut kenne und in der Toskana eigentlich nur Florenz besichtigt habe, wollte ich zeigen, dass das Meer, die See unglaublich abwechslungsreich ist.

    Gewiss sind die Berge ein gewaltiges Stück Natur, und auch hier gibt es viel Abwechslung: die Jahreszeiten, die Orte, das Wetter, das Wandern, der Wintersport. Aber es bewegt sich für meine Begriffe zu wenig. Sicher hat man auf den Bergen überwältigende Ausblicke, manchmal hun-derte von Kilometer weit. Doch dort oben verbringt man die wenigste Zeit. Meistens ist man unten im Tal, und da fühle ich mich eingeengt, ohne Weitblick, und die Sonne kann ich auch nicht richtig untergehen sehen. Und in der Toskana begeistert mich zwar Florenz mit seinen prächtigen Bauten, mit seinen Museen, mit seiner alten Kultur. Doch ich vermisse die Natur, die Bewe-gung, das Ursprüngliche, das Gewaltige.

     So machte ich mich also dran zu schreiben, einfach um der Freundin zu zeigen, ja zu beweisen, dass das Meer, die See überhaupt nicht langweilige ist. Und während ich schrieb – es sollten eigentlich nur ein paar Seiten werden – ergriff mich die Begeisterung. Da ich obendrein einige Bilder zu diesem Thema besitze, machte ich mich daran, ein kleines bebildertes Heftchen zu schreiben, das am Ende viel zu lang ist, als dass unsere Freundin es je lesen wird.

     Ich bin bei diesem Thema sicherlich voreingenommen, denn ich habe einen großen Teil meines Lebens an der Nordsee, genauer: auf Sylt verlebt. Als 12-jähriger kam ich dorthin, ging dort zur Schule, wurde dort konfirmiert und habe später während meines viel zu langen Studiums einige Jahre als Rettungsschwimmer am Sylter Strand verbracht. Und auch später habe ich meine Urlaube fast immer auf Sylt und seit der Wende auch an der für Berliner näheren Ostsee verbracht. Zwischen-durch hatten wir 15 Jahre lang ein Apartment an der Küste von Gran Canaria, wo wir viel Zeit verlebt haben. Ich will damit ausdrücken, dass ich weiß, wovon ich berichte.

Peter Hahn

Berlin, am 10. Oktober 2013

    Windhose an der Ostsee (Wustrow)

Herz und Schmerz in alten Sylter Tagen

ISBN 978-3-7357-9485-7

Druckausgabe 14,49 €;  4,49 €

Vorwort

    „Bademeister“ klingt etwas groß-purig und vielleicht auch ein wenig anrüchig, wozu der Film Bademeister – Weiber, Saufen, Leben retten beigetragen haben mag. „Bademeister“ ist bereits im Grimmschen Wörterbuch zu finden:  balneator, der die aufsicht beim baden führt, auch im schwimmen unterrichtet. Im Wenningstedter Nordseebad wurden die Rettungsschwimmer lange vor meiner Zeit bereits so genannt. Sie waren mehr als nur Rettungsschwimmer: Sie waren mit den Gegebenheiten des von ihnen bewachten Strandes zumeist seit Jahren bestens vertraut, was in einem Nord-seebad auf Sylt unbedingt nötig ist, und sie waren obendrein von der DLRG aus-gebildete Rettungsschwimmer. Sie waren Angestellte der Kurverwaltung

    Warum ein Büchlein über Bademeister auf Sylt? Einmal will ich die frühen Sylter Jahre ab 1948 insbesondere von Kampen und Wenningstedt beschreiben und dann eben meine Jahre am Wenningstedter Strand von 1957 bis 1965, mit den beteiligten Menschen, als vieles noch ganz anders und heute fast vergessen ist. Es war noch eine geruhsame Zeit des Briefeschreibens, ohne Handys und die Fotos wurden mit einer Rollei-Spiegel-reflex-Kamera aufgenommen, die gerade einmal 12 Bilder im Format 6x6 cm fasste.

     Natürlich gehören neben der Beschreibung unserer Arbeit als Rettungschwimmer auch „Herz und Schmerz“ eines Bademeisters dazu. Beides ist nicht zu trennen wie das Soma (der Körper: Die reale Welt des Strandes) und Psyche (Seele: Die Empfindungen und Gedanken). Wobei Herz und Schmerz zumindest für mich zeitlos sind.

 

    Sollte die Beschreibung des Meeres, der See mit Wind und Wetter, Tieren und Pflanzen hier zu kurz kommen, in meinem kleinen Büchlein „Das Meer, die See; Be-trachtungen eines Badegastes“ sind sie recht umfassend beschrieben worden.

         Kampener Leuchtturm 1948

Erinnerungen Peter Hahns

Veröffentlicht Teil 1, 2 und 5

Teil 1   39,99 €; E-Book 20,99 €

ISBN 978-3-8482-5430-9

Teil 2   39,99 €; E-Book 13,99 €

ISBN 978-3-7347-7861-2

Teil 5   39,99 €; E-Book 14,99 €

ISBN 978-3-7347-6537-7

Vorwort

     Mein ursprünglicher Anlass für diese „Erinnerungen“ war, die vielen, zum Teil recht  alten Bilder, die in Kartons und verschiedenen Arten von Alben auf-bewahrt wurden, mit erklärenden Worten zusammenzufassen.  Es gab neben den Bilder-Kartons Alben meiner Tante, meiner Mutter, manche waren chronologisch ungeordnet;  es gab eigene Sylt-Alben, ein paar hundert Kleinbild- und 6x6-Negative und ‑Diapo-sitive.  Dazu kam eine große Menge an Briefen, Dokumente, Tagebuchnotizen, Zeitungsau-sschnitte und anderes für mich Erinnernswertes an Papieren. 

     Doch welchen Wert würden diese Dinge haben, wenn ich diese Welt verlasse, und meine Frau und mein Sohn dann mit diesem Nachlass belastet werden?

      Bereits beim Ordnen der alten Bilder und Unterlagen merkte ich, dass ein bloßes chronologisches Zusammen-fassen und Erklären der Bilder und der anderen Erinnerungsstücke zu dürftig war.  War es nicht auch interessant zu erfahren, was sich hinter den Bilder, etwa denen der prächtigen Hochzeit der Großeltern und der Fabrik in Schwedt verbarg?  War es nicht für den einzigen Nachkommen der Familie Hahn, meinen Sohn Lars, wichtig zu wissen, woher seine Eltern stammen, wie sich seine Eltern kennengelernt haben, wie seine Kindheit verlaufen ist, warum sich seine Eltern getrennt haben, wie unsere Uschi, neue Ehefrau und Mutter zu uns fand? 

     Hinzu kam für mich, nun nach der Pensionierung endlich die alten Dinge, die zum Teil jahrzehntelang bei jedem Umzug unbesehen mitgeschleppt wurden, noch einmal zu sichten, für diese „Erinnerungen“ zu verwerten und damit mit dem jugendlichen Peter, der nun – sei ich ehrlich – ein alter Mann ist, endlich abzuschließen, und dann alles wegzuwerfen.

      Diese selbst auferlegte Pflicht hat sich zwei Jahre hingezogen, vor allem wegen reintechnischer Arbeiten wie Scannen, Bildkorrekkturen und Rechnerpro-bleme.  Als ich Ende August 2000 die dritte CD-ROM gefüllt hatte, stand ich vor der Frage: Wo soll ich enden?  Bis in die Gegenwart konnte ich nicht gehen, denn ab September 1979 wurden die Probleme, die durch Uschis Trennung von ihrer Familie entstanden, ungemein kompliziert und die Menge an Bildern immer größer.  Somit entschied ich, diese „Erinnerungen“ mit Uschis Einzug bei uns im Märkischen Viertel enden zu lassen.  Ab hier hat auch mein Sohn recht gute Erinnerungen, so dass es nun genug sein mochte.

      Die in diesen „Erinnerungen“ abgebildeten oder genannten Personen und die um sie rankenden Ereignisse und Geschichten sind nicht frei erfunden, sondern nach bestmöglicher Erinnerung – natürlich unvermeidlich subjektiv gefärbt – wiedergegeben. 

     Zur Größe der hier abgebildeten Photos:  Die meisten Bilder sind gescannte Photos unterschiedlicher Qualität, was Farben und vor allem Schärfe betrifft.  Damit ist die Größe der Abbildung auf natürliche Weise begrenzt, selbst wenn ein Bild von seiner

     Darstellung her eine große Wiedergabe verdient hätte.  Lediglich bei gescannten Negativen, der überwie-gende Teil davon Kleinbildmaterial, der Rest 6x6-Negative oder ‑Diapositive war eine hinreichend große Darstellung möglich, wenn es denn subjektiv gerechtfertigt war.  Somit ist hier vielfach die Größe eines Bildes durch seine vorliegende Qualität und nicht durch seine Bedeutung begrenzt.

     Als die Erinnerungen die dritte CD gefüllt hatten und die ursprünglich vorgenommene Arbeit beendet war, hatte ich einen Traum:  Ich wollte den Erinnerungen dadurch mehr Leben einhauchen, dass ich Tondokumente, die ich seit 1957 auf Tonbändern mehr oder minder zufällig gesammelt hatte, den Bildern und Texten zufüge.  Ich dachte da vor allem an die Stimmen meiner Eltern, meiner Freunde und Freun-dinnen, und an mit dem Mikrophon festgehaltenen Ereignisse, wie Feiern, Musizieren, Aufnahmen von längst vergessenen Radiosendungen.  Dazu mussten knapp 60 alte Tonbänder auf Spulen von 7,5 cm bis 18 cm Durch-messer hervorgekramt, durchgehört, das Wesentliche daraus in sogenannte WAV-Dateien umgewandelt und zunächst im Rechner gespeichert werden.  Dabei stellte sich heraus, dass die Aufnahmen, die ich mit meinem alten Grundig-Tonbandgegerät TK8-3D gemacht hatte, nun um etwa 3 % zu schnell abliefen.  Was vor allem bei den Stimmen nicht hingenommen werden konnte, denn da ist das menschliche Ohr sehr empfind-lich:  die Stimme klingt verfälscht.  Nun kann man mit einem Rechner die Tonhöhe ohne weiteres korrigieren.  Gesagt – getan, doch die Fülle an anhörenswertem Tonmaterial war enorm groß, sie betrug etwa 10 Hörstunden.  Schweren Herzens wählte ich nur das aller Interessanteste aus und beließ es zum Teil bei Hörproben. Dennoch wurde die gesamte bis-herige Datenmenge von etwa 1.8 Giga-Byte verdoppelt,  so dass es am Ende 6 CD mit 3,75 Giga-Byte entstanden, mit mehr als 6 Stunden Tondokumenten.

        Nun kann man – sofern man die Erinnerungen als CD vorliegen hat – die auf vielen Seiten am Rande befindlichen Tonfelder mit der Maus anklicken, und man hört die gespeicherten Töne über die am Computer angeschlossenen Lautsprecher. Anmerkung: Was in dieser Webseiten-Darstellung leider nicht möglich ist.

 

Peter Hahn

Berlin-Steglitz, am 9. Dezember 2001 


Mein Großvater Walter Kemsys mütterlicherseit

Ein Berliner Original